Dienstag, 26. Januar 2010

Ofentest (Olsberg nicht ganz dicht...?)

Heute war mal wieder ein Fachmann im Haus. Thema diesmal: Rauchaustritt am Ofen kurz nach dem Anfeuern und abtauendem Lüftungswärmetauscher. Vielen Dank erstmal an unsere Lüftungsanlage, die genau zu der Zeit, als der von Olsberg beauftragte Fachpartner bei uns war den WT abgetaut hat, so dass sich der bemängelte Effekt zuverlässig einstellte. Olsberg hatte per Brief angekündigt, dass sich ein Servicetechniker unseres Problems annehmen wird. Unser Ofen neigt bei abgeschalteter Zuluft (wenn der WT der Lüftung enteist wird) und noch nicht optimalem Kaminzug dazu, dass im Bereich des oberen Scharniers Rauch in den Raum gezogen wird. Bianca hat das Problem auch am Telefon eindeutig beschrieben, jedoch konnte man dem dummen Bauherrn scheinbar keine richtige Einschätzung des Problems zutrauen. Jedenfalls kam der Herr, breitete dann auch ordentlich seine Decke vor dem Kaminofen aus, um mir dann anschließend einen Vortrag über das richtige Anzünden eines Kaminofens zu halten. Ich habe mich nicht lumpen lassen und mein bestes Anmachholz für die Demonstration zu Verfügung gestellt. Mit zwei Anzündern und der optimalen Auswahl von Hölzern wollte der Herr wohl jegliches Risiko einer Fehlfunktion umgehen - klappte aber nicht. Zu diesem Zeitpunkt war der Unterdruck in unserem Haus scheinbar schon ausreichend groß, um in nicht zu übersehender Menge Rauch in den Raum zu ziehen. Nun konnte selbst der hoch qualifizierte Kamin-Anmacher nicht mehr leugnen, dass der Kamin irgendwie nicht ganz dicht ist. Nun hatte er auch endlich verstanden, was ich ihm damit sagen wollte, dass die Scharniere außerhalb der Dichtebene liegen und er sich nicht die Mühe machen braucht, die Türdichtung auf Luftdichtigkeit zu untersuchen. Nachdem einer dann doch nur unterdurchschnittlichen Anheizphase (das habe ich selbst schon besser geschafft - und das bei weniger Holzstapelei) konnte man selbst von außen durch einen kleinen Spalt oberhalb des oberen Scharniers den Rauch steigen sehen. Bei ausreichend dunklem Licht kann man sogar die Flammen im Brennraum von außen sehen. Fazit: Wir haben wohl die einzige Kaminofen/Lüftungs-Kombination, die bisher diesen Effekt zeigt. Es wurde dann noch argumentiert, dass es irgendwo anders rausströmen könnte, wenn man diesen Spalt schließen würde. Ich meine aber, dass der Ofen für einen bestimmten Unterdruck abgenommen wurde und demnach auch grundsätzlich dicht sein muss. Ich glaube nicht, dass die Luftdichtigkeit in dem Maße zu gut ist, dass der Unterdruck im Haus über dem Prüfdruck für raumluft-unabhängige Ofen liegt. Ansonsten müsste wohl der Hausplaner für die Lüftungseinstellung einen maximalen Unterdruck festlegen. Dieser ist meines Wissens aber für den Lastfall WT-Abtauen nie gemessen worden. Ein Ingenieur von Olsberg wird sich dann nochmals bei uns zu diesem Thema melden.

Samstag, 23. Januar 2010

Parkett Kinderzimmer



Am Donnerstag haben wir mit den Vorbereitungen für das Parkettverlegen in den Kinderzimmern begonnen. Eine Woche vorher hatten wir schon in einem Onlineshop Folie, Leim, Werkzeug und natürlich Parkett bestellt. In den Kinderzimmern wollten wir Korkparkett verlegen - wegen seiner angenehmen Oberfläche. Die anderen Parkettböden im Haus haben wir von Bembé legen lassen, nun wollten wir uns aber selber mal beweisen und außerdem noch etwas sparen. Als Boden haben wir nun Corkett der Firma Haro mit einer Gesamtstärke von 11mm ausgewählt. Die Platten haben an der Unterseite eine integrierte Trittschalldämmung und sind geeignet für Fußbodenheizung. Die Nutzschicht ist 4mm dick, wobei der geschnittene Kork nur etwa 1mm (Typ Ronda natur, Permadur beschichtet) ausmacht, der Rest ist aus geschreddertem Kork.
Nun denn, wie gesagt wurde am Donnerstag die 0,2mm dicke PE-Folie als Dampfbremse (Estrich ist restlos trocken) und als Gleit- und Trennschicht zum Estrich verlegt. Jetzt hätte ich fast vergessen, dass ich bereits am Mittwoch den Boden mit Grundierung gerollt habe, damit der Estrich oben geschlossen ist und nicht sandet. Die Folie haben wir dann mit Würth-Eurasol (viele Luftdicht-Bauer mögen es kennen) an den Wandbereichen befestigt. Die Bahnen waren 2m breit, so dass mit ausreichender Überlappung in der Raummitte gearbeitet werden konnte. Das Verlegen der Parkettdielen gestaltete sich fast einfacher als gedacht, so dass schon nach der Arbeit am Freitagabend eines der Kinderzimmer nach ca. 4 Std. fertiggestellt war. Mit der guten Makita Kapp- und Gehrungssäge - die uns schon bei der Terrasse treue Dienste geleistet hatte - wurden die Dielen auf Länge gekürzt und mit der Stichsäge die Ausschnitte für die Türzargen und die Lüftungsschächte gemacht.
Außerdem hatte ich noch von Haro eine Parkett Grundausstattung bestellt (Schlagklotz, Hammer, Schlageisen), die auch gut funktioniert hat. Der auf das Verbindungsprofil abgestimmte Schlagklotz hat uns wahrscheinlich einige Fehlschläge erspart. Wir haben in einer rechten Raumecke (zur Längsrichtung der Dielen) begonnen, dann eine Reihe gelegt und eingeschlagen, dann Abstandskeile zu Wand gesetzt und vor Kopf die nächste Reihe angesetzt. Die Dielen konnte man schon von Hand sehr nah einführen, das Schlagen mit dem Hammer sorgte dann nur noch für das Schließen des letzten 2mm Spaltes an der kurzen Fuge, die lange Fuge war durch das Eindrehen schon fast geschlossen. Etwas schwierig gestaltete sich der Anschluss an die von den Bembé-Leuten gesetzten Abschlusswinkel an den Türschwellen. Von der Höhe her passte das Parkett zwar perfekt, die Schienen liegen aber nicht parallel zur Wand. Also haben wir parallel zur Schiene schneiden müssen, was aber mit der Kappsäge erstaunlich gut geklappt hat. Hier haben wir nun nur eine Dehnungsfuge von 2mm, die wir dann mit Silikon ausspritzen werden. Wir wollten aber gerne auf eine Übergangsschiene verzichten, da die Höhen passen und an der Gegenseite der Schiene auch schon ein Korkstreifen verarbeitet ist. Wenn sich dass Parkett dehnen will, dann bitte zur anderen Raumseite ;-).
Zum guten Schluss haben wir die Flächen dann noch mit einer Kantenversiegelung behandelt. Jetzt steht noch die Montage der Sockelleisten an, die wir dann einfach an einem der nächsten Feierabende machen werden. Das wars erstmal, weitere Bilder folgen. Gerade sind eine paar Nachbarn gekommen, die unser "Vogelnest" im Wohnzimmer bewundern. Dazu später mehr...

Samstag, 16. Januar 2010

Wintertest (Lüftung, Fenster, ...)



Auch bei uns ist der Winter eingekehrt. Wir sind ganz froh, dass wir direkt zum Start in unserem Haus einen Test-Winter bekommen haben, denn so kann man die Funktion der Heizung, Lüftung und alle anderen Bauteile unter Nicht-Standard-Bedingungen überprüfen. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass eines unserer Lichtschacht Kellerfenster (ACO-Therm) an der inneren Dichtung nicht sauber abdichtet und sich so immer wieder Kondenswasser zuerst am Rahmen und dann auch am Isolierglas bildet. Die restlichen Fenster diesen Typs haben das Problem bei gleicher Raumtemperatur nicht. Das Fenster ist bereits über Fingerhaus beim Kellerbauer reklamiert.
Unsere Bodeneinschubtreppe (Minka Solid 12) ist leider ebenfalls undicht. Der Deckel der Dachbodentreppe hat zwei Dichtebenen, wovon aber keine richtig funktioniert. Unter anderem durch nicht passend unterlegte Anschraubpunkte zur Deckenkonstruktion ist der Hauptrahmen so verzogen, dass die untere Dichtung den MDF-Schacht nicht trifft. Unabhängig von der evtl. nicht ganz perfekten Montage der Treppe passt aber die Isolierplatte auf dem Verschlussdeckel nicht zur MDF-Verblendung und schafft so auch keine Abdichtung. Der zwischenzeitlich von mir bestellte ISO-Oberdeckel kann leider von uns nicht montiert werden, da die Spannpratzen der Treppe sich mit dem Bauraum des ISO-Aufsatzes überschneiden. Auch dieses Thema ist bei FH reklamiert und wird in den kommenden Wochen entweder durch Tausch oder Reparatur gelöst.
Die Lackprobleme mit einem Teil unserer Treppengeländer der Firma Ernst konnte leider nach dem 1000. Versuch auch noch nicht beseitigt werden. Offensichtlich ist der Treppenbauer nicht in der Lage eine Stahlkonstruktion fachgerecht zu lackieren. Unser Bauleiter hat sich die Sache vor Ort auch noch mal angeschaut und war etwas ratlos. Die angebotene Gutschrift haben wir natürlich ausgeschlagen und bestehen auf ordentliche Ware. Eine Entscheidung dazu sollte eigentlich am Freitag fallen, bisher haben wir aber nichts mehr von Fingerhaus gehört.
Für das Wohnzimmer haben wir eine hoffentlich schöne Lampe bestellt, die aber durch ihre Leuchtkraft aber den Einsatz eines DImmers erfordert. Da Firma Schilling aber bei der Erstellung unserer Elektroinstallation nicht wie geplant Taster im Wohnzimmer verbaut hatte, musste durch Einsatz von Relais in den Dosen eine Pseudo-Tasterschaltung realisiert werden. Wir haben zwischenzeitlich einen GIRA-Dimmeinsatz gekauft, der nun aber durch die in den Dosen liegenden Relais nicht mehr rein passt. Also muss nun der Elektriker wohl noch mal kommen, um die Schaltung so zu ändern, dass der Verbau des Dimmtasters möglich wird. Die sollen ihren Pfusch mal schön selbst zu Ende bringen.
Letzte Woche haben wir dann noch Korkparkett (Haro Corkett Ronda natur) bestellt, dass wir in den Kinderzimmern verlegen wollen. Der Einfachheit halber werden wir nun schwimmend verlegtes Parkett legen, da wir dafür nicht wieder Handwerker im Haus haben wollen und uns etwas Geld sparen können. Das Parkett hat eine integrierte Trittschalldämmung, so dass nur PE-Folie als Gleitschicht gelegt werden muss. Außerdem werde ich vorher noch den Estrich grundieren, damit der nicht so sandet.
Heute habe ich schon Lampen in den Kinderzimmern montiert und kleinere Vorarbeiten für das Parkett gemacht.
Inzwischen sind auch die positiven und negativen Eigenschaften unserer Wärmepumpe mit integrierter Lüftung (LWZ303i) ohne Solarunterstützung zu Tage getreten. Einerseits sind wir froh, dass wir eine Lüftungsanlage haben, da im Bad wirklich nach dem Duschen innerhalb kürzester Zeit sämtlicher Wasserdampf abgesaugt wird. In Kombination mit einem Kaminofen gibt es aber ein paar Eigenheiten. Bei der Variante der LWZ ohne Solarunterstützung wird der Wärmetauscher der Lüftung durch Abschalten der Zuluft abgetaut. Der Vorgang dauert etwa eine Stunde. Zuerst dachten wir die Zuluft würde aufgrund eines Defektes abschalten. Selbst Stiebel-Eltron konnte telefonisch nicht erklären, warum spontan die Zuluft ausfällt. Für uns ist es unverständlich, warum solch grundsätzliche Funktionen nicht in der Betriebsanleitung geschweige denn bei der Einweisung in die Lüftungsanlage erklärt werden?! Die SOL-Variante erledigt das Enteisen durch Vorwärmung der Luft mit Warmwasser aus dem Speicher. Mir ist schleierhaft, warum diese Möglichkeit nicht bei der Intergral-Variante verwendet wird, da ja für beide Lüftungen nachts keine Sonne scheint - aber der Wärmetauscher sicherlich eher nachts einfriert. Eine Nachfrage bei Stiebel-Eltron zur evtl. Umrüstung von Modulen aus der SOL_Variante in unsere Gerät wurde mit der Möglichkeit des Anschlusses eines Erdwärmetauschers beantwortet (nachträglich, oder was??!). Ich habe jetzt aber nochmals konkret die Möglichkeit einer Umrüstung nachgefragt. Toller Nebeneffekt ist, dass wenn man den Kaminofen anzündet, oder nachheizt der Abluftstrom so groß ist, dass bei schwachem Kaminzug Rauch in den Wohnraum zieht. Nach den allgemeinen Regeln ist wohl der raumluftunabhängige Betrieb so in Ordnung. Wir fänden es aber sinnvoll, wenn dieses Verhalten dem Kunden vor Kauf bekannt ist, da es den Nutzwert eines Kaminofens doch etwas einschränkt. Mal abwarten wie es weitergeht...
So, das wars erstmal für heute, ich muss jetzt mal schauen, ob Bianca es schafft unsere Schlafzimmer-Gardinen fertig zu stellen, damit uns die Leute von der Straße nicht immer auf die Zehen schauen ;-).

Donnerstag, 17. Dezember 2009

PV - erste Erträge



Wie vereinbart erschien am Mittwochmorgen die E.ON zum Anschließen unserer PV-Anlage. Dazu musste noch der Umschalter für Hoch- und Niedertarif der Wärmepumpe versetzt werden. Zum Glück hatte Fingerhaus schon einen ausreichend großen Zählerschrank gewählt, so dass jetzt für jeden Zähler eine eigene Spalte benutzt werden kann.
Unsere Erträge werden im Wechselrichter gespeichert und dann in regelmäßigen Abständen an ein Display im EG übertragen. Man kann die Werte auch aus dem SunnyBeam per USB übertragen, oder bei Betrieb der Wechselrichter auch direkt per Bluetooth abrufen. Wie immer gibt es auch hier Freaks, die bessere Datenlogger entwickelt haben, uns kam es aber auf eine schnell funktionierende Lösung an, die auch noch einigermaßen dekorativ im Wohnzimmer abzustellen ist.
Da leider im Moment zwei Strings unserer Anlage mit etwas Schnee bedeckt sind lässt die Leistung noch zu wünschen übrig. Ich werde jetzt mal versuchen den Datentransfer etwas zu automatisieren, damit man nicht immer von Hand die .csv-Tabellen in eine Sammeltabelle überführen zu müssen.
Heute morgen ist mir aufgefallen, dass kalte Luft durch unsere Bodeneinschubtreppe in den Flur strömt. Der Deckel sitzt nicht ganz mittig, daher treffen die Dichtungen nicht ganz sauber auf die Kanten vom Deckel. Ich habe das jetzt mal provisorisch gerichtet, damit der Hauptluftstrom gestoppt ist. Wahrscheinlich muss sich das aber noch FH oder der Hersteller Minka mal ansehen. Unser FH-Bauleiter wird demnächst sowieso nochmal bei uns vorbeikommen, da die Geländer zwar wieder mal montiert wurden - allerdings in einer ziemlich zweifelhaften Lackqualität. Scheinbar ist nach der Begutachtung vom Bauleiter beim Treppenbauer vor Ort noch mal verschlimmbessert worden....Ende offen!

Sonntag, 13. Dezember 2009

Photovoltaik 3



Am Donnerstag wurden die Restarbeiten im Haus erledigt, so dass am nächsten Mittwoch die E.ON kommen kann um den Zähler zum Einspeisen zu installieren. Am Donnerstag kam noch ein Spengler vorbei, um den Solar-Monteuren die seitlichen Blenden für die Anlage zu übergeben. Beim Versuch der Monteure diese in Eigenregie zu installieren stellte sich nach ein paar Fragen heraus, dass es vielleicht doch besser ist, wenn sie diese Arbeiten einem Fachmann (wie ursprünglich abgesprochen) überlassen. Mit ihrem Chef haben wir dann vereinbart, dass dies in den nächsten Tagen bei passender Witterung und noch stehendem Gerüst erledigt wird. Am Freitagvormittag erhielt Bianca dann einen Anruf, ob uns denn die Blenden gefallen?! Wir waren von dieser Info etwas überrascht, da wir nicht damit gerechnet haben, dass die Blenden noch am Donnerstag nachmittag angebracht werden. Scheinbar hatte der Spengler aber dann doch noch Zeit und hat die Verblendungen montiert. Uns gefällt es so auch um Welten besser als mit dem seitlich sichtbarem Montagesystem.
Jedenfalls wurde dann am Freitagmittag schon mit dem Abbau des Gerüstes begonnen. Das hat auch ohne weitere Schäden geklappt, so dass das Projekt Photovoltaik nach ca. einer Woche wieder abgeschlossen werden konnte. Wir sind schon ganz gespannt die ersten kWh einzuspeisen und die Werte der Anlage im Wohnzimmer mit dem Bluetooth-Datenlogger zu beobachten. Das ist übrigens eine unserer Meinung wirklich sinnvolle Anschaffung, da man nicht jeden Tag in den Keller muss um die Anlagedaten zu erfassen. Mit dem Logger werden Daten von mindestens 100 Tagen gespeichert und können via USB im CSV-Format an den Computer übergeben werden.
Heute morgen hatte ich beim Gang in den HWR einen kurzen Flash, da die rote LED für Erdschluss am Wechselrichter leuchtete. Nach einer Viertelstunde waren die Geräte dann aber normal gestartet und es war nur noch die gelbe LED für den nicht vorhandenen Netzanschluss an. Offensichtlich war ich gerade im Moment des Selbsttestes der Anlage am Gerät vorbeigekommen.
Gerade freuen wir uns über den ersten Schnee und haben uns gemütlich den Kaminofen angemacht. In der kommenden frostigen Woche werden wir dann sehen, wie unsere Heizung mit den tiefen Temperaturen klar kommt, oder ob sie vielleicht mal wieder wegen undefinierbarer Fehlermeldungen einen Reset braucht.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Photovoltaik 2



Eigentlich sollte heute ab Mittag mit den Restarbeiten der Verkabelung im Haus begonnen werden. Als ich aber von der Arbeit nach Hause kam war noch kein einziges Modul oben. Lediglich die Leitungen waren auf dem Gestell verlegt. Als die ersten paar Elemente ausgerichtet waren ging es dann aber doch recht schnell. Nur die hin und wieder scheinbar zum brechen neigenden Tondachziegel brachten die beiden Monteure etwas aus dem Takt.
Bei Auflegen der letzten Spalte stellte sich dann heraus, dass die Dachhaken links etwas weit außen moniert waren. Diese wurden dann noch soweit wie möglich nach innen in Richtung unter die Module versetzt. Zwischendurch wurde uns noch empfohlen bei dem dunklen Dach seitliche Verblendungen anbringen zu lassen, um die Profilkanten des Gestells nicht so zu sehen und nicht unter die Module schauen zu können. Diesen Vorschlag werden wir dann auch so umsetzen lassen, solange das Gerüst noch steht. Das Problem bei der Befestigung ist das Raster der Modulbreiten mit den Sparrenabständen abzustimmen. Wenn dann noch die entsprechenden Sparren außen nicht derart symmetrisch liegen wie das Modul darüber befestigt werden soll, dann kann es zu solchen leichten Abweichungen wie bei uns kommen. Die Dachhaken bieten seitlich nämlich nur einen Verschiebebereich von ca. 150mm, so dass bei unserem Sparrenabstand von ca. 67cm halt nicht alles immer ganz zusammen passt. Bei der Planung hätte man also schon vorher ganz genau den Dachstuhl anschauen/messen müssen, um dies zu vermeiden. Wir können jetzt damit leben, da wir die seitliche Verblendung anbringen lassen werden, so dass die Befestigungspunkte außen verschwinden. Ohne diese Lösung hätten wir uns wahrscheinlich nicht so einfach mit dieser Ausführung abfinden können. Wichtig ist in jedem Fall die symmetrische Lage auf dem Dach - und das passt.
Als Tipp für alle Photovoltaik-Aspiranten kann ich nur empfehlen, eine ausreichende Anzahl von Ersatzdachziegeln für den Fall der Fälle bereit zu halten.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Photovoltaik


Bereits am Samstagmorgen wurde das erforderliche Gerüst (freistehend) zur Montage unserer Photovoltaikanlage gestellt. Wir hatten auch eine PV-Anlage bei Fingerhaus angefragt, leider ließ FH etwas den Enthusiasmus vermissen und gab im Angebot weder Modultyp noch jegliche andere entscheidende Kriterien an. Somit hatte sich FH für diese Aufgabe disqualifiziert. Wir haben dann noch eine Vorbereitung mit entsprechenden Leitungen machen lassen, die sich im Nachhinein als nicht ganz optimal erwiesen hat, da weder die max. Leistung der Anlage noch Stringauslegung ausreichend berücksichtigt wurde. Demnach kann man sich ohne konkrete Anlagenplanung mit Leitunsglayout das Geld für die Kabel sparen und lieber ein ausreichend großes Leerrohr auf den Dachboden führen. Auch wurde von Fingerhaus bei der Planung des Hauses nicht auf die Lage der Dachaustritte (Belüftungen) geachtet. Zum Glück hatten wir aber darauf gedrängt alle Baulelemente (inkl. SAT) auf die Nordseite zu legen, um auf der Südseite die volle Fläche nutzen zu können.
Jedenfalls müssen jetzt zu den bereits vorhandenen (nicht UV-beständigen) vier Kabeln weitere vier bis aufs Dach verlegt werden. Zum Glück musste Fa. Schilling zwischenzeitlich die Erdung der SAT-Schüssel ändern, so dass jetzt ein Leerrohr entlang des Kamins vom Keller auf den Dachboden führt.
Unsere eigentliche Anlage wird (nach hoffentlich problemloser Fertigstellung) aus 36 Modulen der Fa. Sunpower bestehen (220 blk, Wirkungsgrad 17,7%, 220Watt pro Modul). Die Anlage soll dann eine Leistung von 7,92 kWp bringen. Als Wechselrichter werden zwei SMA SunnyBoy SB3800 verbaut. Die Module sind komplett schwarz, auch die Leiterbahnen sind mit schwarzer Folie überzogen. Das war uns wichtig, um die Optik der restlichen schwarzen Dachflächen nicht zu zerstören.
Heute wurden bereits einige Kabel im Keller verlegt und die Wechselrichter befestigt. Außerdem wurden die Dachplatten für Dachhaken zur Aufnahme des Montagesystems bearbeitet. Ich habe nachher noch auf dem Gerüst geschaut und befunden, dass noch zwei Platten getauscht und etwas exakter ausgespart werden sollen. Die entsprechende Anzahl an bearbeiteten Platten werden wir für alle Fälle jetzt noch nachbestellen (66 Befestigungen = 2 Stangen Dachziegel), so dass wir später die Tonziegel ggf. wieder zurück tauschen können und nicht das ganze Dach neu decken müssen.
Morgen sollen am Vormittag die Module montiert werden, am Nachmittag sollen die restlichen Arbeiten im Haus erfolgen. Die E.ON wird dann kurzfristig den Netzanschluss machen. Die erforderlichen Genehmigungen liegen alle vor. So können wir wohl noch die diesjährige Einspeisevergütung erhalten.